Ökumene
Ökumene kann so einfach sein …
(trotz aller kirchenamtlicher Abgrenzungen und noch nicht geklärter theologischer Streitfragen)
… wir laden uns zu gemeinsamen liturgischen Formen ein und bekennen unseren gemeinsamen Glauben und teilen untereinander das gesegnete Brot
… wir bieten gezielt Angebote an für Menschen, die in konfessionsverbindenden Ehen leben und wir suchen nach Formen, wie sie mit ihren Erfahrungen zu Wort kommen, aber auch liturgisch ihren christlichen Glauben gemeinsam feiern können
... wir integrieren bewusst liturgische Elemente aus der Glaubenspraxis anderer Konfessionen in unsere gottesdienstlichen Feiern und wir stellen uns gegenseitig Bekenntnis und gemeindliche Praxis der anderen Konfessionen vor
… wir überlegen in allen Gremien, ob und wie wir (neue) Projekte und Aktionen von Anfang an ökumenisch offen und gemeinsam planen und durchführen
Wir leben ökumenische Offenheit und Gastfreundschaft
Einige der genannten Ideen haben wir in der jüngeren Vergangenheit bereits umgesetzt, andere werden wir in den nächsten Wochen gemeinsam mit den evangelischen Partnergemeinden in Angriff nehmen:
„Ökumenische Gastfreundschaft“
Mit diesem Begriff kann man vielfältige und unterschiedliche Formen der Gastfreundschaft im ökumenischen Miteinander bezeichnen. Eine solche ökumenische Gastfreundschaft praktiziert die Gemeinde St. Martin und Severin schon seit vielen Jahren mit den koptischen Christen. Schon vor mehr als 20 Jahren hat der damalige Pfarrer von St. Albertus Magnus den im Bonner und Kölner Raum lebenden Kopten die Kirche geöffnet, damit sie regelmäßig einmal im Monat ihre Heilige Liturgie und anschließend ein agape-Mahl feiern können. Inzwischen treffen sich die Kopten jeden 3. Sonntag im Monat in die Kirche Frieden Christi auf dem Heiderhof, wo sie in der Kirche und im Gemeindezentrum genügend Platz haben, um ab 10.00 Uhr zusammen mit ihrem Geistlichen die bis zu 3 Stunden dauernde Eucharistiefeier zu feiern und anschließend miteinander zu essen und sich auszutauschen sowie Katechese-Unterricht zu geben.
An der Liturgie dürfen nach koptisch-orthodoxen Verständnis auch Angehörige anderer christlicher Konfessionen teilnehmen, Der koptische Geistliche hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er sich über die Anwesenheit von Christen aus anderen Konfession freut. Am Sonntag, dem 20.März 2011 haben etliche Christen das Angebot wahrgenommen, die koptische Liturgie mitzufeiern und anschließend bei einem gemeinsamen Essen sich näher zu kommen, bevor nachmittags der koptische Geistliche sehr anschaulich über die Geschichte und den Glauben der Kopten sowie über Lage der Kopten in Ägypten erzählt hat.
>> Miteinander in der Liturgie und der Katechese den Glauben bekennen, lernen und feiern
>> bei einem Gastmahl miteinander das Essen und die Zeit teilen
>> durch Gespräch und Information sich näher kommen und besser verstehen
von diesem Dreiklang war der Tag der Begegnung – die erste derartige Begegnung der verschiedenen Konfessionen – geprägt und erfüllt; und alle, die von 10.00 Uhr bis zum Nachmittag oder auch nur eine Zeitlang diese – gegenseitige - Gastfreundschaft miterlebt haben, hatten das positive Gefühl, dass ökumenische Gastfreundschaft so leicht und unkompliziert sein kann, dass sie für sich Neues kennen gelernt hatten und vor allem dass mit dieser Veranstaltung der Anfang gemacht wurde zu weiteren und regelmäßigen Begegnung.
Alle, die an dieser Begegnung nicht teilnehmen konnten, sich aber über Religion, Kultur, Geschichte und Lebensweise der Kopten in Deutschland, aber auch Ägypten interessieren, sie hier auf zweierlei hingewiesen:
>> die Kopten feiern ihre nächste Liturgie in der Kirche Frieden Christi am Sonntag, den 15.Mai 2011, Jeder ist zur Mitfeier herzlich eingeladen.
>> der Ökumene-Ausschuss von St. Martin und Severin hat eine CD zusammengestellt mit verschiedenen Texten und Bildern und Powerpoint-Präsentationen über Glauben, Geschichte und Leben der Kopten. Diese ist kostenlos im Pfarrbüro erhältlich.
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Ökumenischer Immanuelkirche Ladenzeiten |
Der ökumenische Eine-Welt-Laden auf dem Heiderhof oder
Solidarität im Geiste Jesu kennt keine konfessionellen Grenzen
Wenn (derzeit) drei Katholiken in den Räumen der evangelischen Immanuel-Kirche ein (ursprünglich) evangelisches Gemeinde-Projekt am Leben halten und fortführen,
wenn in allen evangelischen und katholischen Kirchengemeinden im Godesberger Süden sonntags nach den Gottesdiensten und bei anderen Festen und Anlässen der Gemeinden fair gehandelte Produkte verkauft werden
dann wird für alle Beteiligten deutlich, dass es keine konfessionellen Unterschiede (mehr) gibt bei der Frage, wie Christen ihr Engagement für mehr Frieden und Gerechtigkeit umsetzen können, und dass heute und künftig Christen auf die drängenden Fragen der Menschheit (nur) gemeinsame Antworten geben können.
So veranschaulicht und ermöglicht dieses Projekt
die Erfahrung von lebendiger und solidarischer Kirche,
>> die ihren jesuanischen Auftrag der Nächstenliebe und Barmherzigkeit ernst nimmt
>> die sich in Blick auf Bewahrung von Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfung engagiert
Die Vertiefung von lebendiger von praktischer Ökumene
>> die gemeinsame Verantwortung für die Eine Welt gehört zu den Möglichkeiten und Aufgaben einer lebendigen Ökumene, wie sie von jeder christlichen Gemeinde und von allen Kirche aufgrund ihres biblischen Selbstverständ-nisses gefordert sind
Konfessionelle Grenzen überschreiten
Der immer größer werdenden Zahl von Menschen, die in konfessionsverbindenden Ehen leben und in ihrer Familie den christlichen Glauben an ihre Kinder weitergeben einen Raum geben, wo sie sich über ihre Erfahrungen mit dem eigenen Bekenntnis und mit der Kirche (und den konfessionellen Grenzen und Schwierigkeiten in der Partnerschaft wie in der Erziehung der Kinder) austauschen können,
und nach Formen suchen, wie sie in unseren Kirchen mit ihren Fragen und Erfahrungen stärker zu Wort kommen, aber auch liturgisch ihren christlichen Glauben gemeinsam feiern können
ist das Anliegen des Ökumene-Kreises auf dem Heiderhof, der in diesem Halbjahr zu einem entsprechenden Gesprächsabend einlädt und der Wunsch unserer Pfarrer, die einen Tauferneuerungsgottesdienst planen.
Veni, creator spiritus! - Mit den Mystikern Gott erfahren
Die klassische Form einer Pfingstnovene
kombiniert mit Gedanken christlicher Mystiker/innen und
erweitert um Formen der Meditation und Stille
in den Räumen der Kunstkirche Alt-St. Martin,
wo gleichzeitig eine Kunst-Ausstellung von Kalligraphien zu Worten,
Gedanken und Zeichen von (christlichen) Mystikern stattfindet
Vom 3.06.-13.06.2011 wird Alt-St. Martin der Raum sein, wo Menschen durch dieses künstlerisch-spirituelle Projekt (durch Stille und Betrachtung, durch Gebet und liturgische Feiern) - jenseits aller konfessionellen Prägungen - die Erfahrung machen „Wirklich – Gott ist an diesem Ort und ich wusste es nicht!“ (Gen 28,16)
Ökumene ist einfach:
„All das tun, was uns eint und worin wir uns als Christen einig sind.“ lässt uns erfahren, was Papst Johannes Paul II schon erkannte und sagte: „Das, was uns verbindet, ist viel stärker als das, was uns trennt.“ Und: „Gemeinsam (für sich und andere) etwas tun, ist Ausdruck von Einheit und Weg, um diese Einheit zu schaffen und zu vertiefen.“

Mit diesem Begriff wird oft nur die Einladung evangelischer Gemeinden an alle bei einer Abendmahlfeier anwesenden Getauften bezeichnet, am Emp-fang der Abendmahlsgaben teilzunehmen. In Wirklichkeit umfasst dieser Begriff mehr und kann vielfältige Formen der Gastfreundschaft im ökume-nischen Miteinander bezeichnen.

