Kindertagesstätte St. Severin
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Katholische integrative Tageseinrichtung für Kinder |
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Pädagogischer Leitfaden
Es ist normal, verschieden zu sein, es gibt keine Norm für das Menschensein, manche Menschen sind blind oder taub, andere haben Lernschwierigkeiten, eine geistige oder körperliche Behinderung.
Das Behinderung nur als Verschiedenheit aufgefasst wird, ist ein Ziel unseres Kindergartens.
In unserem Kindergarten spielen, lernen und streiten 60 Kinder, davon 5 Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. Neben 7 pädagogischen Fachkräften arbeiten auch eine Logopädin und eine Physiotherapeutin. Zentraler Punkt unserer pädago-gischen Arbeit ist die Pädagogik Maria Montessoris. Sie glaubte an die schöpferische Kraft im Menschen und erachtete die Aufgabe der Erzieherin darin, diese zu wecken, zu aktivieren und zu motivieren.
Dabei ist es ihre primäre Aufgabe die Vorbereitung einer Lernumgebung, in der sich das Kind – auch das behinderte Kind - entfalten kann.
Montessori setzt ihre Schwerpunkte auf die Vorbereitung der Umgebung durch den Erwachsenen, die Beobachtung des kindlichen Verhaltens und seiner Lernschritte. Ein sehr wichtiger Ansatz ist, daß das Kind in Freiheit und unabhängig vom Erwachsenen selbstständig lernen kann, in dem es fordert: „Hilf es mir selbst zu tun“. Damit ist gemeint, daß der Erwachsene ihm zwar zeigt, wie es geht, aber die Aufgabe oder das Problem nicht für das Kind löst. Dazu hat Montessori auch Materialien entwickelt, die nach einer Einführung durch die Erzieherin zum selbständigen Tun anregen und Fehler selbst erkennen lässt.
Das Kind in der Montessoripädagogik wird als Geist-Körper-Seele Einheit gesehen und dem entsprechend gefördert. Dazu gehört auch das Lernen durch und über Bewegung: Hopsen, schaukeln, denken. Ein Kind kann sich nur dann gesund entwickeln – körperlich wie geistig – wenn es ausreichend Bewegung hat. Deshalb ist das weitere Standbein unserer pädagogischen Konzeption der psychomotorische Ansatz. Der Begriff „Psychomotorik“ kennzeichnet die funktionelle Einheit psychischer und motorischer Vorgänge - die enge Verknüpfung des körperlich-motorischen mit dem geistig-seelischen (Zimmer/Craus 1993).
Ziel der Psychomotorik ist, die Eigentätigkeit der Kinder zu fördern, sie zum selbständigen Handeln anzuregen. Durch Erfahrungen in Kleingruppen von bis zu 10 Kindern erweitern sie ihre Handlungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit.
Psychomotorik ist ganzheitliche Erziehung und Persönlichkeitsbildung durch Wahrnehmung und Bewegung.
Unser Tagesablauf
Unsere Konzeption ermöglicht es uns, unseren Tagesablauf flexibel zu gestalten. Sie richtet sich in erster Linie nach den Bedürfnissen der Kinder sowie den äußeren Bedingungen. Feste Bestandteile unseres Tagesablaufs sind:
- Frühgruppe
Die Kinder treffen sich in der Sonnenstrahlengruppe ab 7.30 Uhr bis 8.15 Uhr. Bis 9.15 Uhr sollten alle Kinder im Kindergarten sein.
- Freispiel
Eine zentrale Bedeutung für den Morgen hat das Freispiel. Das Freispiel dient in besonderer Weise der Förderung des Sozialverhaltens, wie man Freundschaften schließen, Grenzen feststellen, miteinander auskommen, streiten und vertragen und vieles andere mehr. In dieser Zeit bestimmen die Kinder selbst, welches Spielmaterial sie benutzen und mit welchen Kindern sie zusammen spielen (Puppen, Bauraum, Gesellschaftsspiele, Spiele mit Konstruktionsmaterial, freies Malen und Gestalten usw.) Auswahl, Beginn, Dauer und Beendigung einer Tätigkeit bestimmt das Kind. Damit alle Räume und auch der Flur zum Spielen benutzt werden können, bitten wir Sie die Kinder bis 9.15 Uhr in den Kindergarten zu bringen. Wir schließen dann die Eingangstüren ab.
- Bauraum Saturn
Der Bauraum Saturn wird gruppenübergreifend genutzt. Auch hier wird vor allen das Sozialverhalten und die sprachliche Kompetenz gefördert. Die Kinder müssen sich zuerst auf einen gemeinsamen Plan verständigen: Wo bauen wir, was bauen wir usw. Die Vorstellungen der Mitspieler müssen geäußert werden. Man lernt Kompromisse schließen können und sich an selbst gesteckte Grenzen halten.
- Sprachraum Pluto
Dieser Raum wird gruppenübergreifend zur Sprachförderung und zur logopädischen Therapie genutzt.
- Turnraum
Wir gehen mit Kleingruppen regelmäßig turnen. Unter dem Aspekt der psychomotorischen Förderung bieten wir den Kinder Bewegungsmöglichkeiten an.
Im Gegensatz zum Freispiel steht die angeleitete Beschäftigung durch die Erzieherinnen und die Therapeuten. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Anregungen von uns Erzieherinnen ausgehen oder sie Interessen und Wünsche der Kinder aufgreifen.
- Frühstück
Während des Freispiels können die Kinder frühstücken. Geben Sie bitte Ihrem Kind in einer Brotdose das Frühstück mit z. B. Brot, Obst, Joghurt mit. Bitte nicht nur Süßes! Die Kinder legen eigenverantwortlich fest, wann, mit wem und wie lange sie frühstücken möchten. Getränke, in der Regel Mineralwasser, gibt es im Kindergarten. Wir bitten, davon abzusehen, den Kindern Trinkpäckchen mitzugeben. Im Rahmen der Übung des täglichen Lebens decken die Kinder den Tisch und spülen ihre Teller und Trinkbecher selbst. In regelmäßigen Abständen frühstücken alle gemeinsam.
- Mittagstisch
Die Kindergartenkinder mit 35 Stunden Betreuung werden zwischen 12.10 Uhr und 12.30 Uhr abgeholt. Die Tageskinder treffen sich zum Mittagessen. Täglich wird ein abwechslungsreiches Essen angeliefert. Für die Zeit bei Tisch haben die Kinder mit den Erzieherinnen einige Regeln gefunden, die sie einhalten und nachvollziehen können. Diese Regeln sorgen für eine entspannende und gemütliche Atmosphäre bei Tisch. Im Anschluss kann jedes Kind seine Mittagspause individuell gestalten, z. B. ruhen, lesen, spielen usw.
- Nachmittag
Von 14 Uhr bis 16.30 Uhr können die Kindergartenkinder unsere Einrichtung wieder besuchen. Die Kinder gestalten den Nachmittag nach ihren Bedürfnissen mit unterschiedlichen Aktivitäten. Sie finden sich am Nachmittag in den Gruppen wieder, um frei zu spielen, an den Morgen anzuknüpfen, sich mit Freunden zu treffen usw. Wir bieten am Nachmittag unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften (AGs) an, die Sie an der Pinnwand einsehen können. Feste AGs sind die Treffen der zukünftigen Schulkinder, unsere Jumbogruppe. Über unser Familienzentrum gibt es Lesepaten, die am Nachmiitag kommen um den Kinder vorzulesen. Zu den weniger sichtbaren Aufgaben am Nachmittag gehören die Vorbereitung der pädagogischen Arbeit, dem Erstellen der Bildungsdokumentation,Wäsche-, Raum- und Gartenpflege, Vor- und Nachbereiten des Vormittags, Eltern- und Teamgespräche, Praktikantinnenanleitung, Einkauf und vieles mehr.
Zusammenarbeit mit den Eltern
Wir möchten Sie als Eltern besonders ansprechen, weil Sie Ihr Kind in unsere Einrichtung bringen und Sie unsere Partner in der Förderung Ihres Kindes sind. Das Ziel unserer Zusammenarbeit ist, dass wir uns gegenseitig in der Erziehung unterstützen und ergänzen. Wir wünschen uns diese Zusammenarbeit.
Daher sind uns regelmäßige Kontakte und der gegenseitige Austausch mit Ihnen wichtig. Um diesen Kontakt aufzubauen und zu pflegen, bieten wir Ihnen folgende Möglichkeiten an:
- Schnuppernachmittag
- Informationsabend mit Vorstellung unserer Konzeption
- Gespräche beim Bringen und Holen der Kinder
- Einzelgespräche
- Mitarbeit im Elternrat
- Feste und Ausflüge
- Elternabende
- Hospitationen der Eltern
- Laternen basteln der Väter
- und vieles mehr...
In der Zusammenarbeit mit Ihnen und im offenen Umgang miteinander können wir uns beraten, uns ergänzen oder gegebenenfalls Beratungsstellen, Logopäden oder andere Institutionen hinzuziehen. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ermöglicht uns einen offenen Umgang mit Fragen, Wünschen und Kritik. Diese Anregungen sind uns für unsere tägliche Arbeit willkommen und wichtig.
Zusammenarbeit mit dem Träger
Der Träger unserer Einrichtung ist die Katholische Kirchengemeinde St. Martin und Severin, vertreten durch den Kirchenvorstand. Unser Pastor ist Helmut Powalla, Pfarrvikar ist Alexander Wimmershoff, der der ehemaligen Gemeinde St. Severin als Pfarrer vorstand. Daneben sind zwei weitere Vertreter des Kirchenvorstandes, gemeinsam mit dem Elternrat und dem Personal im Rat der Einrichtung vertreten. Im Rat der Einrichtung werden räumliche, personelle, organisatorische und inhaltliche Fragen erörtert. Befaßt sich der Kirchenvorstand mit Fragen des Kindergartens, wird die Leiterin zu den entsprechenden Tagesordnungspunkten eingeladen. Der Kirchenvorstand, das Team und der Elternrat treffen sich um Themen des Kindergartens zu erarbeiten.
Wir laden allen Eltern mit ihren Kindern dazu ein, unsere Pfarrgemeinde mit Ohren Angeboten zu entdecken und aktiv daran teilzunehmen:
- an Gottesdiensten die auch der Kindergarten im Rahmen der Kinder und Familienmessen zweimal im Jahr gestaltet
- an Fronleichnamsprozessionen bei denen alle zwei Jahre die Messe auf dem Kindergartengelände stattfindet
- beim Basar der Frauengemeinschaft
- bei Spielgruppen
- beim Neujahrsempfang
- beim Sternsingen, usw.
Der Gemeinde St. Martin und Severin unterhält 5 Tageseinrichtungen für Kinder in den Ortsteilen Heiderhof, Muffendorf, Pennenfeld, Lannesdorf und Mehlem. Zusammen bilden wir das Familienzentrum Bad Godesberg Süd. Wir freuen uns, somit eine große Zahl von Plätzen für Ihre Kinder anbieten zu können. Unsere Kindergärten kooperieren miteinander, unterscheiden sich aber auch durch ihre unterschiedliche pädagogischen Schwerpunkte. Allen ist gemeinsam, dass sie ihren Auftrag vom christlichen Menschenbild ableiten und den Kindern auch in der jeweiligen Gemeinde eine religiöse Beheimatung ermöglichen wollen. Bei gemeinsamen Träger-Leiterinnentreffen besprechen wir auch die Schließungszeiten unserer Kindergärten, sodass immer zwei Kindergärten immer geöffnet sind. Sollten Sie während den Schließungszeiten ihres Kindergartens eine Betreuung für ihr Kind benötigen, sprechen Sie mit uns, damit ihr Kind in einem anderen Kindergarten untergebracht werden kann.
Religiöse Erziehung
Ein wichtiger Teil unserer Arbeit mit den Kindern ist die religiöse Erziehung. Wir möchten den Kindern durch unser Handeln den schöpferischen und liebenden Gott erfahrbar machen. Religiöse Erziehung ist nicht theoretische Information, sondern der Versuch mit sinnhaften Erfahrungen den Kindern in kindgerechter Weise durch Bilder, Geschichten, Lieder usw., Gott näher zu bringen.
Im Johannesevangelium 13.34 heißt es:
„Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben."
- Wie hier bei dem Gleichnis vom Seemann, erleben die Kinder Geschichten von Jesus mit allen Sinnen.
Dieses Zitat haben wir für unsere Arbeit gewählt und das bedeutet für uns, dass alle Kinder, ungeachtet ihrer sozialen, kulturellen und religiösen Unterschiede, eine gleiche Annahme und Wertschätzung erfahren, sowie auf ihrem individuellen Weg begleitet werden. Uns ist es wichtig, Orientierung im Glauben zu geben und den Kindern die Geheimnisse der Schöpfung in verständlicher Weise erfahrbar zu machen.
Unser Kindergarten liegt von der Kirche etwas entfernt. Somit ist der Besuch der Kirche mit einem Ausflug verbunden.
Unser Kindergarten versteht sich als ein wichtiger Bestandteil der Pfarrgemeinde St. Martin und Severin. Diese Zusammengehörigkeit findet Ausdruck in unterschiedlichen Formen:
- durch Kontaktpflege mit Pastor Alexander Wimmershoff mit der pastoralen Mitarbeiterin Mechthild Amendt mit dem Kirchenvorstand und dem Pfarrgemeinderat mit der Frauengemeinschaft
- durch gemeinsames Gestalten von Kindergottesdiensten, Festen und Feiern
- durch Beteiligung an Gemeindefesten z.B. Fronleichnamsprozession, Palmprozession u.a.m.
- durch Beteiligung an der Sternsingeraktion
- durch Beteiligung bei der Vorbereitung der Kommunionkinder
- durch Besprechungen mit allen hauptamtlich Tätigen.
Anmeldung
Wenn Sie ihr Kind anmelden möchten, freuen wir uns über einen Besuch bei uns. Bitte vereinbaren Sie unter der Telefonnummer 0228/344401 einen Termin oder schicken Sie uns per E-Mail an kiga-st-severin@fagos.de Ihre Daten und einen Terminvorschlag für ein persönliches Gespräch. Das Anmeldeformular können Sie sich als PDF-Datei am Ende dieser Seite herunterladen.
Unser Team

Leitung:
Beatrix Maria Bullmann–Roth
Silbermond–Gruppe:
Patricia Gasper
Daniela Levantaci
Tanja Golly (Physiotherapeutin)
Martin Weber (Logopäde)
Sonnenstrahlen–Gruppe:
Claudia Heiermeier
Andrea Bilello
Sternen–Gruppe:
Angela Waizner Ilse Büsch
Gruppenübergreifend:
Esther Nieland
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Anmeldung Kita St. Severin.pdf | 48.81 KB |
| Termine_2012_1.Halbjahr_-_2.pdf | 148.28 KB |



